Projektwoche 2026

In der letzten Woche vor den Ferien fand an unserer Schule die alljährliche Projektwoche statt. Die Schüler*innen konnten sich für einen Kurs ihrer Wahl entscheiden, um ihren individuellen Interessen nachzugehen. Einige Kurse werden im Folgenden exemplarisch vorgestellt.

So gab es kreative Kurse wie das KunstOffen-Projekt von Frau Hecht, in welchem tolle Werke entstanden.

Zudem konnten die Schüler*innen handwerkliche Erfahrungen sammeln, indem sie unserem Hausmeister Herr Hein zur Hand gingen oder das Löten lernten, wie die Schülerin Ruth Lepper folgendermaßen beschreibt:

Das Projekt Löten wurde von Herr Hoppe geleitet. Am ersten Tag haben wir die Grundlagen
gelernt, wie beispielsweise Kabel abisoliert werden und haben diese dann als Übung
zusammengelötet. Ab dem zweiten Tag konntet wir so ziemlich alles löten, was wir wollten
und es gab auch Vorlagen für einen Eiffelturm, ein Flugzeug und ein Fahrrad. Zum Löten
mussten wir den Draht, der aus Kupfer bestand, als erstes erhitzen, da dann das Lötzinn
besser hielt. Wir haben schnell festgestellt, dass das Kupfer sich schnell aufheizt und es
daher eine schlechte Idee ist, ihn mit den Fingern festzuhalten. Herr Hoppe war die ganze
Zeit über entspannt, wir durften selber entscheiden, wann wir Pause machen, früher gehen
und während der Arbeit haben wir Musik gehört. Eine Person hat scheinbar versucht Herr
Hoppe zu ragebaiten, allerdings ist dies gescheitert, da er so entspannt war. Das Projekt hat viel Spaß gemacht, allerdings würde ich es Schüler*innen, die den strengen
Schulalltag mögen nicht empfehlen.

Ein besondere Erfahrung konnten die Schüler*innen mit einem Interesse an Biologie in dieser Woche machen. Die verantwortlichen Lehrerinnen Frau Rosenberg und Frau Wilke berichten:

In der Projektwoche vergangenen Schuljahres wurde es in einem Kurs regelrecht blutig. Im Sezierkurs „Auf Herz & Nieren prüfen“ haben 20 Schülerinnen mit Skalpellen und Rasierklingen tierische Organe untersucht – etwas, das im regulären Biologieunterricht nicht immer durchführbar ist. Im Rahmen des Projekts wurden ein Schweineauge, ein Schweineherz und eine Forelle seziert. Das Auge und Herz vom Schwein ähneln unseren menschlichen sehr, sodass die Schülerinnen realistische Einblicke vom Aufbau und der Funktion dieser lebenswichtigen Organe erhalten haben. Sie hatten im wahrsten Sinne des Wortes „das Herz in der Hand“ und zeigten allgemein keine Berührungsängste. Abschließend wurde mit dem Fisch ein ganzer Organismus betrachtet und präpariert, wobei sich hier zeigte, wer durchs Angeln bereits Erfahrung hatte. Alle Kursteilnehmerinnen haben sich das Abschluss-Zertifikat redlich verdient und praktische Erfahrungen eventuell auch für die spätere Berufswahl gesammelt – Wer weiß, vielleicht waren zukünftige Ärzteinnen unter uns… oder Schlachterinnen?
Wir danken der Seeperle Wismar und den Mecklenburger Fleischwaren für die Bereitstellung der Organe! Und wir danken den Kursteilnehmerinnen für die engagierte Mitarbeit.

Den Höhepunkt der Woche stellte das Sommerfest mit der gesamten Schulgemeinschaft dar. Viele Schüler*innen haben stolz ihre Projekte präsentiert. Eine Gruppe hatte sich unter Frau Lisinski der angemessen Dekoration des Schulhauses gewidmet. Zudem hat die Theater-Gruppe unter Frau Samuel, Frau Rautenberg, Frau Gradert und Frau Lutz-Auras an einer Neuinterpretation von „Romeo und Julia“ versucht, die vom Publikum bejubelt wurde. Auf der Bühne präsentierten auch einige Schülerinnen musikalische Beiträge auf diversen Instrumenten. Der Lehrerchor „CHORrektur“ trat ebenso auf. Den krönenden Abschluss bildete eine interaktive Aufführung des Tanz-Projektes auf dem Sporthof. Für das leibliche Wohl wurde durch die Unterstützung des Schulfördervereins und das spanische Kochprojekt gesorgt.