Vom 7. September 2026 bis zum 11. September 2026 waren die drei achten Klassen auf Rügen auf Klassenfahrt.
Am Montag wurden wir um 10:30 Uhr von unserem Doppeldeckerbus abgeholt. Wir luden unsere Koffer in den Bus und fuhren los. Am Nachmittag kamen wir im Ferienpark Eichenwald in Dranske auf Rügen an. Wir wurden den Bungalows zugeteilt und bezogen unsere Zimmer. Am Abend machten wir noch einen Spaziergang am Strand, der direkt hinter unserer Feriensiedlung lag. Es gab Abendbrot im Nachbarcamp und anschließend war Nachtruhe.
Am 17.09.2026 fand die Immatrikulation von allen 7. Klassen des Geschwister-Scholl-Gymnasiums Wismar statt. Wir trafen uns alle um 16:30 Uhr an der Nikolaikirche.
Um 16:45 Uhr machten wir Klassenfotos. Danach sollten wir uns alle in Zweiergruppen aufstellen, um in die Kirche zu gehen. Drinnen war eine Bühne aufgebaut und es wurde beim Einmarsch Musik vom Lehrerblasquartett gespielt. Unsere Familien und die Lehrkräfte waren bereits in der Kirche, als wir einliefen. Auf unseren Plätzen lagen T-Shirts des Geschwister-Scholl-Gymnasiums für uns. Als erstes hat Herr Scharrer eine Rede gehalten. Anschließend kam eine ältere Schülerin auf die Bühne und hat uns auf dem Klavier etwas vorgespielt. Danach hielten noch Frau Lutz-Auras und Frau Schröder eine Rede. Auch nach diesem Beitrag folgte ein Klavierspiel von einer Schülerin. Wir wurden dann in Vierer- und Fünfergruppen nach vorne gerufen und sind mit einer Einschulungsurkunde sowie einem Stift wieder auf unsere Plätze gegangen. Die Immatrikulation war dann vorbei und wir sind alle rausgegangen.
Wir wurden jetzt alle offiziell auf dem Geschwister-Scholl-Gymnasium aufgenommen und freuen uns, dabei zu sein.
Die Klassenlehrkräfte der 7. Klassen (v. l. n. r.): Frau Schröder, Herr Havemann, Frau Lutz-Auras, Frau Jänsch
Am 25. September 2026 hielt Prof. Dr. Lämmel in der Aula der Großen Stadtschule Wismar einen Vortrag über das Werk Gottlob Freges, des wohl bekanntesten Altschülers unserer Schule. Dabei schlug er eine Brücke zwischen Freges logischen Theorien und aktuellen Fragestellungen der Künstlichen Intelligenz.
Die Schüler*innen der Jahrgangsstufe 11 erhielten dabei Einblicke in das von Frege entwickelte logische Kalkül, das zu den wichtigen Grundlagen der modernen formalen Logik zählt und die Entwicklung der theoretischen Informatik maßgeblich beeinflusst hat. Anschaulich zeigte Prof. Dr. Lämmel, wie sich natürliche Sprache in eine abstrakte logische Form überführen lässt und welche Bedeutung diese Vorgehensweise für die Verarbeitung von Informationen hat.
Der Vortrag verdeutlichte, wie eng philosophische Fragestellungen und informatische Methoden miteinander verbunden sind. Insbesondere die Schüler*innen der Leistungskurse Informatik und Philosophie erhielten dadurch wertvolle Anregungen, sich vertiefend mit Freges Werk und seiner Bedeutung für heutige Technologien auseinanderzusetzen.
Am Freitag vor der Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern 2026 war unser Sozialkunde-Leistungskurs der 12. Klasse im Rahmen des Unterrichts in der Stadt unterwegs. Unsere Aufgabe war es, mit Bürgerinnen und Bürgern ins Gespräch zu kommen und ihre Meinung zur bevorstehenden Landtagswahl zu erfragen. Dabei interessierte uns besonders, welche Ängste und Sorgen die Menschen mit der Wahl verbinden, ob sie der Landesregierung vertrauen und inwiefern sie sich selbst politisch engagieren.
In kleinen Gruppen führten wir viele interessante Gespräche. Während einige offen über ihre Sorgen und Erwartungen sprachen, waren andere eher zurückhaltend. Besonders spannend war es, politische Themen, die wir sonst hauptsächlich aus dem Unterricht kennen, direkt mit den Menschen aus Wismar zu besprechen. Einige lehnten ein Gespräch jedoch auch ab, da Politik ein sehr persönliches Thema ist.
Am Sonntag, dem Wahltag, trafen wir uns kurz vor 18 Uhr in der Schule. Neben unserem Leistungskurs waren diesmal auch weitere interessierte Schülerinnen und Schüler sowie Lehrkräfte dabei. Gemeinsam verfolgten wir das Wahlgeschehen und schauten uns um 18 Uhr die erste Prognose sowie die weiteren Hochrechnungen und Interviews der Politiker an. Zur kleinen Stärkung gab es Spezi und eine warme Wurstsuppe, passend zum Motto: „Politik ist uns nicht Wurst!“.
Besonders interessant war außerdem der Einblick in das Wahlbüro in unserer Schule. Dort wurden die Briefwahlstimmen ausgezählt. Wir konnten den Wahlhelferinnen und Wahlhelfern bei ihrer Arbeit zusehen, Fragen stellen und erfahren, wie die Stimmen kontrolliert, sortiert und ausgezählt werden. So konnten wir den Ablauf einer Wahl einmal aus unmittelbarer Nähe beobachten.
Rückblickend waren die beiden Tage für uns eine echt schöne und interessante Erfahrung. Wir fanden es wirklich spannend, die Meinung von verschiedenen Menschen zu hören und am Sonntag die Wahl und die Auszählung der Briefwahlstimmen selbst mitzuerleben. Auch das gemeinsame Schauen der Prognose und der weiteren Ereignisse hat den Tag besonders gemacht. Unsere Lehrer haben sich viel Zeit für uns genommen, den Tag organisiert und uns sogar Essen und Getränke organisiert. Das fanden wir wirklich toll und sind dafür sehr dankbar.
Unsere Studienfahrt nach Kopenhagen stand ganz unter dem Thema Nachhaltigkeit. Schon bei der langen Fahrt nach Kopenhagen waren wir voller Vorfreude auf die kommenden Tage. Als wir endlich im Hotel ankamen, hatten wir allerdings vor allem eins: riesigen Hunger. Leider waren die anderen Schülergruppen im Hotel ziemlich „futterneidisch“, sodass wir erst einmal schauen mussten, wie wir alle satt werden. Ein ziemlich passender Start für eine gemeinsame Studienfahrt.
In den nächsten Tagen beschäftigten wir uns viel mit dem Thema Nachhaltigkeit und lernten dabei, wie Kopenhagen versucht, umweltfreundlicher zu werden. Besonders interessant war unsere Fahrradtour durch die Stadt. Für viele von uns war sie wahrscheinlich eines der Highlights der gesamten Studienfahrt. Wir fuhren mit den Fahrrädern durch Kopenhagen und sahen dabei viele verschiedene Sehenswürdigkeiten. Gleichzeitig konnten wir die Stadt aus einer ganz anderen Perspektive erleben. Auch wenn wir zwischendurch wahrscheinlich nicht alle ganz sicher wussten, wo wir eigentlich hinfahren, hatten wir zusammen sehr viel Spaß.
In der letzten Woche vor den Ferien fand an unserer Schule die alljährliche Projektwoche statt. Die Schüler*innen konnten sich für einen Kurs ihrer Wahl entscheiden, um ihren individuellen Interessen nachzugehen. Einige Kurse werden im Folgenden exemplarisch vorgestellt.
So gab es kreative Kurse wie das KunstOffen-Projekt von Frau Hecht, in welchem tolle Werke entstanden.
Zudem konnten die Schüler*innen handwerkliche Erfahrungen sammeln, indem sie unserem Hausmeister Herr Hein zur Hand gingen oder das Löten lernten, wie die Schülerin Ruth Lepper folgendermaßen beschreibt:
Das Projekt Löten wurde von Herr Hoppe geleitet. Am ersten Tag haben wir die Grundlagen gelernt, wie beispielsweise Kabel abisoliert werden und haben diese dann als Übung zusammengelötet. Ab dem zweiten Tag konntet wir so ziemlich alles löten, was wir wollten und es gab auch Vorlagen für einen Eiffelturm, ein Flugzeug und ein Fahrrad. Zum Löten mussten wir den Draht, der aus Kupfer bestand, als erstes erhitzen, da dann das Lötzinn besser hielt. Wir haben schnell festgestellt, dass das Kupfer sich schnell aufheizt und es daher eine schlechte Idee ist, ihn mit den Fingern festzuhalten. Herr Hoppe war die ganze Zeit über entspannt, wir durften selber entscheiden, wann wir Pause machen, früher gehen und während der Arbeit haben wir Musik gehört. Eine Person hat scheinbar versucht Herr Hoppe zu ragebaiten, allerdings ist dies gescheitert, da er so entspannt war. Das Projekt hat viel Spaß gemacht, allerdings würde ich es Schüler*innen, die den strengen Schulalltag mögen nicht empfehlen.
Ein besondere Erfahrung konnten die Schüler*innen mit einem Interesse an Biologie in dieser Woche machen. Die verantwortlichen Lehrerinnen Frau Rosenberg und Frau Wilke berichten:
In der Projektwoche vergangenen Schuljahres wurde es in einem Kurs regelrecht blutig. Im Sezierkurs „Auf Herz & Nieren prüfen“ haben 20 Schülerinnen mit Skalpellen und Rasierklingen tierische Organe untersucht – etwas, das im regulären Biologieunterricht nicht immer durchführbar ist. Im Rahmen des Projekts wurden ein Schweineauge, ein Schweineherz und eine Forelle seziert. Das Auge und Herz vom Schwein ähneln unseren menschlichen sehr, sodass die Schülerinnen realistische Einblicke vom Aufbau und der Funktion dieser lebenswichtigen Organe erhalten haben. Sie hatten im wahrsten Sinne des Wortes „das Herz in der Hand“ und zeigten allgemein keine Berührungsängste. Abschließend wurde mit dem Fisch ein ganzer Organismus betrachtet und präpariert, wobei sich hier zeigte, wer durchs Angeln bereits Erfahrung hatte. Alle Kursteilnehmerinnen haben sich das Abschluss-Zertifikat redlich verdient und praktische Erfahrungen eventuell auch für die spätere Berufswahl gesammelt – Wer weiß, vielleicht waren zukünftige Ärzteinnen unter uns… oder Schlachterinnen? Wir danken der Seeperle Wismar und den Mecklenburger Fleischwaren für die Bereitstellung der Organe! Und wir danken den Kursteilnehmerinnen für die engagierte Mitarbeit.
Den Höhepunkt der Woche stellte das Sommerfest mit der gesamten Schulgemeinschaft dar. Viele Schüler*innen haben stolz ihre Projekte präsentiert. Eine Gruppe hatte sich unter Frau Lisinski der angemessen Dekoration des Schulhauses gewidmet. Zudem hat die Theater-Gruppe unter Frau Samuel, Frau Rautenberg, Frau Gradert und Frau Lutz-Auras an einer Neuinterpretation von „Romeo und Julia“ versucht, die vom Publikum bejubelt wurde. Auf der Bühne präsentierten auch einige Schülerinnen musikalische Beiträge auf diversen Instrumenten. Der Lehrerchor „CHORrektur“ trat ebenso auf. Den krönenden Abschluss bildete eine interaktive Aufführung des Tanz-Projektes auf dem Sporthof. Für das leibliche Wohl wurde durch die Unterstützung des Schulfördervereins und das spanische Kochprojekt gesorgt.
Am 16.06.2026 besuchten die Schüler*innen der Klassenstufe 10 eine Inszenierung von Johann Wolfgang von Goethes Werk „Faust – Der Tragödie erster Teil“ in der schuleigenen Aula. Das Besondere dabei war die Umsetzung mit nur einem einzigen Schauspieler, der die meisten Rollen verkörperte. Zur Unterstützung wurden immer wieder die Zuschauenden einbezogen, um kleinere Rollen einzunehmen. Dies verlief fast immer reibungslos, sogar wenn unsere finnischen Gäste angesprochen wurden. Eine Lehrkraft durfte ebenfalls mitspielen und den Hexenkessel mit dem Verjüngungstrank rühren (allerdings leider nicht davon probieren).
Nach der Aufführung gab es mit dem Darsteller Vincent Hoff eine Fragerunde, in welcher er den Schüler*innen ausführlich Rede und Antwort stand. Dabei interessierten sich diese nicht nur für den Hintergrund der Inszenierung, sondern ebenso für die Arbeitsbedingungen am Theater, den Verdienst eines Schauspielers und den beruflichen Hintergrund des Darstellers (gelernter Bierbrauer). Auf diese Weise genossen die Zuschauenden sowohl eine gelungene Faust-Adaption als auch unmittelbare Einblicke hinter die Kulissen des Schweriner Theaters.
Am 22.06.2026 besuchte unsere Klasse 10a gemeinsam mit Frau Lutz-Auras und Herrn Havemann das „Dokumentationszentrum des Landes für die Opfer der Diktaturen in Deutschland“ in Schwerin. Das Dokumentationszentrum befindet sich im ehemaligen Gerichtsgefängnis und der späteren Stasi-Untersuchungshaftanstalt am Demmlerplatz. Dort erhielten wir einen Einblick in die Geschichte politischer Verfolgung und staatlichen Unrechts im 20. Jahrhundert. Zu Beginn unseres Besuchs nahmen wir an einer Führung beziehungsweise einem Workshop durch die drei verschiedenen Zeitabschnitte teil: die Zeit des Nationalsozialismus, die sowjetische Besatzungszeit und die SED-Diktatur. Dabei lernten wir viel über die historischen Hintergründe sowie über die Schicksale der Menschen, die aus politischen Gründen verfolgt, inhaftiert und verurteilt wurden. Besonders eindrucksvoll waren die original erhaltenen Räume und Gefängniszellen, die die Geschichte für uns sehr greifbar machten. Die Ausstellung war in verschiedene Themenbereiche gegliedert und wurde durch Dokumente, Hörstationen und historische Quellen ergänzt. Nach der Pause arbeiteten wir in Gruppen an einer Aufgabe zu sechs verschiedenen Häftlingen, die früher in diesem Gefängnis einsaßen. Durch ihre persönlichen Geschichten konnten wir besser nachvollziehen, wie das Leben und die Haftbedingungen für die Betroffenen damals waren. Der Besuch im Dokumentationszentrum war für unsere Klasse sehr interessant und lehrreich. Er hat uns gezeigt, wie wichtig Erinnerungskultur und Demokratie heute sind.
Schüler*innenbericht: Am 12.05.26 hat uns Frau Irmela Mensah- Schramm aus Berlin besucht, die durch ganz Deutschland reist und den Schüler*innen erklärt, wie man mit rechtsextremen Parolen umgeht. Sie hat uns viele Geschichte erzählt, welche sie selber erlebt hat. Wir haben die Idee kennengelernt, Hass nicht einfach stehen zu lassen, sondern kreativ und klar dagegenzuhalten. Die Besucherin hat gezeigt, wie man rechte Parolen in positive Botschaften verwandeln kann, zum Beispiel durch neue Worte oder Symbole wie Herzen. Danach haben wir selbst Sprüche auf Papier umgestaltet und so aus Ausgrenzung Ermutigung gemacht. Das hat Spaß gemacht, stimmte aber auch nachdenklich, weil man merkt, wie Sprache wirken kann.
Am Freitag, dem 29.05.2026, hatte unsere Klasse (10c) die Gelegenheit, gemeinsam mit unseren Sozialkundelehrerin Ludmila Lutz-Auras an einem besonderen Stadtrundgang teilzunehmen. Dieser fand im Rahmen der Ausstellung „Frauen im Widerstand – gegen den Nationalsozialismus“ statt. Dabei wurden uns die Lebensgeschichten von vier Frauen nähergebracht, die sich gegen den Nationalsozialismus eingesetzt haben. Der Rundgang begann an unserer Schule mit der Geschichte von Maria Vaders. Im weiteren Verlauf erfuhren wir mehr über Marianne Grunthal, Maria Seidenberger und Irmela Mensah-Schramm. Die Führung war sehr informativ und bot spannende Einblicke in das Leben dieser Frauen. Besonders beeindruckend war die Geschichte von Irmela Mensah-Schramm, da sie sich bis heute aktiv gegen Rechtsextremismus und für Demokratie engagiert. Ein herzlicher Dank gilt den „Omas gegen Rechts“, die die Ausstellung nach Wismar gebracht haben. Ebenso bedanken wir uns bei Frau Thalmann für die Organisation der Führungen für den gesamten zehnten Jahrgang. Wir hoffen, dass auch zukünftige Schülergenerationen die Möglichkeit erhalten, sich mit diesem wichtigen Thema auseinanderzusetzen, und dass die Ausstellung noch einmal nach Wismar kommt.