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Abiturjahrgang 2026

Foto: Ulrike Pawandenat

Die Abiturienten des Abschlussjahrgang 2025/2026 erhielten am 02. Juli 2026 im feierlichen Rahmen der Nikolaikirche ihre Abiturzeugnisse. Ebenso wurden, mit Unterstützung des Fördervereins, besondere Leistungen von Schülern gewürdigt. Musikalisch untermalt wurde der Abend durch die Schulband sowie einem Lehrerchor, der passend zum Abimotto „ABBI – The Winner Takes It All“ einen Hit der schwedischen Kultband präsentierte.

Am folgenden Tag fand der Abiball in der festlich geschmückten Markthalle statt. Absoluter Höhepunkt des Abends war der feierliche Einmarsch der Abiturienten mit dem Eröffnungstanz. Die aufwendige Choreografie sorgte bei den Gästen für Begeisterung und Tränen der Rührung. Von da an wurde ausgiebig getanzt, bis der eigens gecharterte Linienbus die Abiturienten zu Ihrer Privatparty ins Black Out brachte. Hier wurde bis in die Morgenstunden weitergefeiert.

Es war ein rauschendes Fest, das allen lange in Erinnerung bleiben wird.

Großzügige Spende des Jahrgangs an den Förderverein
Foto: Martina Behrendt

Das Geld für den tollen Abiball hatten die Abiturienten durch vielfältige Aktionen eingenommen wie z.B.: unzählige Kuchenbasare, als Wahl- oder Erntehelfer und durch das selbstorganisierte Volleyball-Turnier sowie den Kartenverkauf. Den Restbetrag der Einnahmen in Höhe von 741,15€ möchten die Abiturienten nun dem Förderverein der Großen Stadtschule zur Unterstützung weiterer Projekte zukommen lassen.

Stellvertretend für den Förderverein der Großen Stadtschule hat Herr Scharrer die Spende des Abiturjahrgangs 2026 entgegengenommen, verbunden mit dem Dank der Abiturienten für die vielfältige Unterstützung der Lehrerschaft und des Fördervereins während der Schulzeit.

Nun werden sich die Wege der Abiturienten des Abschlussjahrgangs 2026 trennen. Jedem Einzelnen wünschen wir alles Gute für den weiteren Lebensweg: Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten, Ausdauer auf dem Weg zum Ziel, Gesundheit, Glück und Zuversicht.

Kristallisation im Zeitraffer

Die neuen Klassen des Jahrgangs 7 konnten an einem ersten NaWi-Tag das Phänomen der Kristallisation unter dem Mikroskop verfolgen und die Entstehung kristalliner Strukturen beobachten. Die entstandenen Fotos haben einen hohen ästhetischen Reiz und zeigen Kristalle eines Kupfersalzes.

Bild von Mehdi Bouharna durch Lichtmikroskop 40x

Altschülertreffen 2026

Vom 25.-27. September findet an unserer Schule wieder ein Altschülertreffen statt, organisiert von der Altschülerschaft Wismar e.V.

Diese Treffen finden traditionell alle 2 Jahre am letzten Septemberwochenende, dem Michaelis-Wochenende, statt. Dieser Termin ist mit Bedacht gewählt, weil am Michaelistag im Jahr 1541 zum ersten Mal Schüler an unserer Schule aufgenommen wurden. Der Michaelistag kann also quasi als Geburtstag unserer Schule angesehen werden.

Die Altschülerschaft und die alle zwei Jahre stattfindenden Altschülertreffen gehören zu den Besonderheiten unserer Schule.

Die Altschülerschaft als Zusammenschluss ehemaliger Schülerinnen und Schüler sowie Lehrerinnen und Lehrer wurde 1933 vom damaligen Schuldirektor, Herrn Dr. Rudolf Kleiminger, ins Leben gerufen, um eine von Ideologie freie Plattform für das Zusammentreffen der Ehemaligen zu schaffen. ES gibt nur noch sehr wenige Schulen in Mecklenburg-Vorpommern, die etwas vergleichbares vorweisen können, z.B. das Carolineum in Neustrelitz.

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Projektwoche 2026

In der letzten Woche vor den Ferien fand an unserer Schule die alljährliche Projektwoche statt. Die Schüler*innen konnten sich für einen Kurs ihrer Wahl entscheiden, um ihren individuellen Interessen nachzugehen. Einige Kurse werden im Folgenden exemplarisch vorgestellt.

So gab es kreative Kurse wie das KunstOffen-Projekt von Frau Hecht, in welchem tolle Werke entstanden.

Zudem konnten die Schüler*innen handwerkliche Erfahrungen sammeln, indem sie unserem Hausmeister Herr Hein zur Hand gingen oder das Löten lernten, wie die Schülerin Ruth Lepper folgendermaßen beschreibt:

Das Projekt Löten wurde von Herr Hoppe geleitet. Am ersten Tag haben wir die Grundlagen
gelernt, wie beispielsweise Kabel abisoliert werden und haben diese dann als Übung
zusammengelötet. Ab dem zweiten Tag konntet wir so ziemlich alles löten, was wir wollten
und es gab auch Vorlagen für einen Eiffelturm, ein Flugzeug und ein Fahrrad. Zum Löten
mussten wir den Draht, der aus Kupfer bestand, als erstes erhitzen, da dann das Lötzinn
besser hielt. Wir haben schnell festgestellt, dass das Kupfer sich schnell aufheizt und es
daher eine schlechte Idee ist, ihn mit den Fingern festzuhalten. Herr Hoppe war die ganze
Zeit über entspannt, wir durften selber entscheiden, wann wir Pause machen, früher gehen
und während der Arbeit haben wir Musik gehört. Eine Person hat scheinbar versucht Herr
Hoppe zu ragebaiten, allerdings ist dies gescheitert, da er so entspannt war. Das Projekt hat viel Spaß gemacht, allerdings würde ich es Schüler*innen, die den strengen
Schulalltag mögen nicht empfehlen.

Ein besondere Erfahrung konnten die Schüler*innen mit einem Interesse an Biologie in dieser Woche machen. Die verantwortlichen Lehrerinnen Frau Rosenberg und Frau Wilke berichten:

In der Projektwoche vergangenen Schuljahres wurde es in einem Kurs regelrecht blutig. Im Sezierkurs „Auf Herz & Nieren prüfen“ haben 20 Schülerinnen mit Skalpellen und Rasierklingen tierische Organe untersucht – etwas, das im regulären Biologieunterricht nicht immer durchführbar ist. Im Rahmen des Projekts wurden ein Schweineauge, ein Schweineherz und eine Forelle seziert. Das Auge und Herz vom Schwein ähneln unseren menschlichen sehr, sodass die Schülerinnen realistische Einblicke vom Aufbau und der Funktion dieser lebenswichtigen Organe erhalten haben. Sie hatten im wahrsten Sinne des Wortes „das Herz in der Hand“ und zeigten allgemein keine Berührungsängste. Abschließend wurde mit dem Fisch ein ganzer Organismus betrachtet und präpariert, wobei sich hier zeigte, wer durchs Angeln bereits Erfahrung hatte. Alle Kursteilnehmerinnen haben sich das Abschluss-Zertifikat redlich verdient und praktische Erfahrungen eventuell auch für die spätere Berufswahl gesammelt – Wer weiß, vielleicht waren zukünftige Ärzteinnen unter uns… oder Schlachterinnen?
Wir danken der Seeperle Wismar und den Mecklenburger Fleischwaren für die Bereitstellung der Organe! Und wir danken den Kursteilnehmerinnen für die engagierte Mitarbeit.

Den Höhepunkt der Woche stellte das Sommerfest mit der gesamten Schulgemeinschaft dar. Viele Schüler*innen haben stolz ihre Projekte präsentiert. Eine Gruppe hatte sich unter Frau Lisinski der angemessen Dekoration des Schulhauses gewidmet. Zudem hat die Theater-Gruppe unter Frau Samuel, Frau Rautenberg, Frau Gradert und Frau Lutz-Auras an einer Neuinterpretation von „Romeo und Julia“ versucht, die vom Publikum bejubelt wurde. Auf der Bühne präsentierten auch einige Schülerinnen musikalische Beiträge auf diversen Instrumenten. Der Lehrerchor „CHORrektur“ trat ebenso auf. Den krönenden Abschluss bildete eine interaktive Aufführung des Tanz-Projektes auf dem Sporthof. Für das leibliche Wohl wurde durch die Unterstützung des Schulfördervereins und das spanische Kochprojekt gesorgt.

Ablauf 1. Schultag

Schulgemeinschaft,

Montag geht es wieder los und wir alle freuen uns auf das Wiedersehen und unsere neuen 7. Klassen. Damit alles reibungslos klappt hier der Ablaufplan des ersten Tages:

8:00 – 8:30Begrüßung der neuen 7. Klassen auf dem Schulhofab, ab 8:30 Kl-Unterricht
8:50 – 9:00Begrüßung der Schülerschaft 8-12 auf dem Schulhof
9:00 – 10:25JGST 12 Vollversammlung in der Aula
KL-Unterricht 8-11
(Anwesenheiten, Datenabgleich, Zeugnisse vorlegen lassen, Belehrungen durchführen)
ab 10:45Unterricht nach Plan für 8-10
Wahl der Sportkurse JGST 11 Sporthalle
11:30Unterrichtsende JG 7
ab 11:35Unterricht nach Plan für JGST 11
Wahl der Sportkurse JGST 12 Sporthalle

Sommerferien

Liebe Schulgemeinschaft,

Nach einem langen Halbjahr sind nun endlich die Sommerferien gekommen, eine notwendige Unterbrechung und zugleich die Übergangszeit in das neue Schuljahr. Mit der Ausgabe der Abiturzeugnisse und in der Projektwoche mit dem anschließenden Schulfest wurde deutlich, mit wieviel Freiheit und Freude an der Großen Stadtschule gelebt und gearbeitet wird. Nun haben wir alle Zeit, das Familienleben zu pflegen, längst überfällige Besuche zu tätigen oder einfach einmal nichts zu tun.

Wir sehen uns im neuen Schuljahr ab dem 24.8.2026 wieder und ich freue mich darauf, alle wohlbehalten und erholt in der großen Stadtschule begrüßen zu können, ich verbleibe

mit freundlichen Sommergrüßen

Uwe Scharrer
Schulleiter

Sommerfest 9.7.2026

Das Sommerfest steht vor der Tür und wir freuen uns auf viele Besucherinnen und Besucher.

Programmablauf:
15 Uhr: Beginn des Sommerfestes mit Vorstellung einzelner Projekte und Essensverkauf durch das Kochprojekt sowie den Schulförderverein
16 Uhr: Programm in der Aula mit einem Auftritt des Lehrerchors, musikalischen Beiträgen von Schülerinnen und Schülern sowie einer Aufführung des Theaterprojekts
17 Uhr: Aufführung des Tanzprojekts auf dem Sporthof
18 Uhr: Ende und Abbau des Sommerfestes, helft gerne alle mit, damit es schneller geht!

„Hier bin ich Mensch, hier darf ich’s sein“ – Faust erlebt von einer anderen Seite

Am 16.06.2026 besuchten die Schüler*innen der Klassenstufe 10 eine Inszenierung von Johann Wolfgang von Goethes Werk „Faust – Der Tragödie erster Teil“ in der schuleigenen Aula. Das Besondere dabei war die Umsetzung mit nur einem einzigen Schauspieler, der die meisten Rollen verkörperte. Zur Unterstützung wurden immer wieder die Zuschauenden einbezogen, um kleinere Rollen einzunehmen. Dies verlief fast immer reibungslos, sogar wenn unsere finnischen Gäste angesprochen wurden. Eine Lehrkraft durfte ebenfalls mitspielen und den Hexenkessel mit dem Verjüngungstrank rühren (allerdings leider nicht davon probieren).

Nach der Aufführung gab es mit dem Darsteller Vincent Hoff eine Fragerunde, in welcher er den Schüler*innen ausführlich Rede und Antwort stand. Dabei interessierten sich diese nicht nur für den Hintergrund der Inszenierung, sondern ebenso für die Arbeitsbedingungen am Theater, den Verdienst eines Schauspielers und den beruflichen Hintergrund des Darstellers (gelernter Bierbrauer). Auf diese Weise genossen die Zuschauenden sowohl eine gelungene Faust-Adaption als auch unmittelbare Einblicke hinter die Kulissen des Schweriner Theaters.

Ein Ort – Drei Unrechtsregime

von Weda Kloth (10a)

Am 22.06.2026 besuchte unsere Klasse 10a gemeinsam mit Frau Lutz-Auras und Herrn Havemann das „Dokumentationszentrum des Landes für die Opfer der Diktaturen in Deutschland“ in Schwerin. Das Dokumentationszentrum befindet sich im ehemaligen Gerichtsgefängnis und der späteren Stasi-Untersuchungshaftanstalt am Demmlerplatz. Dort erhielten wir einen Einblick in die Geschichte politischer Verfolgung und staatlichen Unrechts im 20. Jahrhundert. Zu Beginn unseres Besuchs nahmen wir an einer Führung beziehungsweise einem Workshop durch die drei verschiedenen Zeitabschnitte teil: die Zeit des Nationalsozialismus, die sowjetische Besatzungszeit und die SED-Diktatur. Dabei lernten wir viel über die historischen Hintergründe sowie über die Schicksale der Menschen, die aus politischen Gründen verfolgt, inhaftiert und verurteilt wurden. Besonders eindrucksvoll waren die original erhaltenen Räume und Gefängniszellen, die die Geschichte für uns sehr greifbar machten. Die Ausstellung war in verschiedene Themenbereiche gegliedert und wurde durch Dokumente, Hörstationen und historische Quellen ergänzt. Nach der Pause arbeiteten wir in Gruppen an einer Aufgabe zu sechs verschiedenen Häftlingen, die früher in diesem Gefängnis einsaßen. Durch ihre persönlichen Geschichten konnten wir besser nachvollziehen, wie das Leben und die Haftbedingungen für die Betroffenen damals waren. Der Besuch im Dokumentationszentrum war für unsere Klasse sehr interessant und lehrreich. Er hat uns gezeigt, wie wichtig Erinnerungskultur und Demokratie heute sind.

Aus Hass mach Hoffnung – wie wir Sprache verändern können

Schüler*innenbericht: Am 12.05.26 hat uns Frau Irmela Mensah- Schramm aus Berlin besucht, die durch ganz Deutschland reist und den Schüler*innen erklärt, wie man mit rechtsextremen Parolen umgeht. Sie hat uns viele Geschichte erzählt, welche sie selber erlebt hat. Wir haben die Idee kennengelernt, Hass nicht einfach stehen zu lassen, sondern kreativ und klar dagegenzuhalten. Die Besucherin hat gezeigt, wie man rechte Parolen in positive Botschaften verwandeln kann, zum Beispiel durch neue Worte oder Symbole wie Herzen. Danach haben wir selbst Sprüche auf Papier umgestaltet und so aus Ausgrenzung Ermutigung gemacht. Das hat Spaß gemacht, stimmte aber auch nachdenklich, weil man merkt, wie Sprache wirken kann.