Große Stadtschule Geschwister-Scholl-Gymnasium Wismar

Von Respekt, Miteinander und alten Zeiten: Time Travel im Schabbell begeistert

 

Time Travel im Schabbel (Vimeo-Clip)

 

Morgens im Museumshof des Schabbells: "Die Handys wandern aus den Hosentaschen in die Schultaschen", bittet Anne-Christin Liebscher die Mädchen und Jungen einer 8. Klasse des Geschwister-Scholl-Gymnasiums freundlich. Sie haben nur eine Ahnung von dem, was an diesem Vormittag vor ihnen liegt. Museumsbesuch. Hm.

Was Museumspädagogin Anne-Christin Liebscher ihnen dann erzählt, lässt sie zunächst einmal ein wenig skeptisch dreinblicken. Eine Rolle übernehmen? Ein Kostüm anziehen? Und dann ins Wismar des 16. Jahrhunderts hüpfen? Wieso all das?!

TimeTravel heißt die Methode. Entwickelt in Schweden, weitergegeben im Rahmen eines EU-Projektes, an dem neben Wismar auch Museen in Polen, Litauen und Schweden teilnehmen. Ein Nachdenken über gesellschaftspolitische Fragen unserer Zeit im Gewand der Vergangenheit.

 

Im Schabbell setzte ein zwölf Quadratmeter großer Wandteppich das Thema. Die Geschichte von König Salomon und der Königin von Saba. Kunstvoll gewebt aus Wolle, Seide und Metall, ist er im Schabbell zu betrachten. Doch kein Wismarer hat dieses Objekt erschaffen, wie die Recherchen im Schabbell ergaben - es waren flämische Weber. Geflüchtet in die Hansestadt vor der drohenden Todesstrafe.

 

Konzentriert betrachten die Mädchen und Jungen den Wandteppich, für den sogar der Museumsboden ausgeschachtet werden musste, damit er in seiner ganzen Pracht zu erleben ist. Gemeinsam mit Anne-Christin Liebscher entdecken sie die biblische Geschichte. Sie lernen - zurück im Museumshof - warum wer welches Kostüm bekommen wird später. Woraus die Kleidung beschaffen war, die die Wismarerinnen und Wismarer im 16. Jahrhundert trugen.

 

Dann werfen sie sie über: die Handwerkerhemden, Umhänge aus Samt, die Hauben und Röcke. Schlüpfen unter anderem Namen für eine gute Stunde in ihre Rolle.

 

Sie haben ihre Rollen angenommen - die Knechte und Mägde, die Bürgermeistertochter oder der Ratsherrensohn. Und sie haben sich in ihrem Wismar - im Wissen und im Bewusstsein von heute - dafür eingesetzt, dass die, die im 16. Jahrhundert weniger Chancen hatten, mehr erreichen, lernen und erleben können als es damals möglich gewesen wäre.

 

Quelle: Pressestelle der Hansestadt Wismar

 

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